Neulich bei der Lust auf besser Leben gGmbH …

… hieß es für mich als Home-Office-Praktikantin: Zwei Tage lang Headset, Laptop und Schreibtisch gegen persönliche Gespräche, Notizhefte und die Räume einer Kulturwerkstatt tauschen. Denn unser Netzwerk der Nachhaltigkeitsbotschafter*innen aus Klein- und Kleinstunternehmen wurde in der Kategorie „Nachhaltig Produzieren und Konsumieren“ für den ZeitzeicheN-Preis, den deutschen lokalen Nachhaltigkeitspreis, nominiert.

Als Vertreterin durfte ich die Preisverleihung besuchen (Foto unten ganz links) und am Rahmenprogramm des Netzwerk 21 Camp in Nürnberg teilnehmen – was mich überlegen ließ:

Was bedeutet dieses „Netzwerken“ eigentlich für mich und meine Arbeit bei Lust auf besser leben?

Im ganz wörtlichen Sinne ermöglicht mir das Internet als digitales Netz, dass ich überhaupt in Corona-Zeiten von Heidelberg aus bei der Lust auf besser leben gGmbH in Frankfurt mitarbeiten kann. Durch die vielen neuen digitalen Formate konnte ich mich in den letzten Wochen sogar mit noch mehr Menschen an verschiedenen Orten mit geringerem Aufwand austauschen als sonst. Das ist toll, denn analog oder digital entsteht durch das gegenseitige Beraten, Inspirieren und gemeinsame Überlegen viel mehr, als durch Eigenbrötlerei!

Netzwerke nutzen, aufbauen und in sie zurückwirken

Wir konnten aus dem Netzwerk 21 Camp viele Inspirationen von anderen Initiativen mitnehmen, z.B. für die Entwicklung von Leitfäden der SDG-Umsetzung in der Stadt Frankfurt. Und die Würdigung unseres bisherigen Einsatzes für die Nachhaltigkeitsbotschafter*innen gibt uns Auftrieb, unsere Beratungsangebote für interessierte Unternehmen noch weiter zu entwickeln und auszuweiten.

Diesen Effekt hat übrigens auch die Corona-Pandemie, die zeigt: zum einen sind wir in vielen Aspekten global extrem vernetzt – das Virus und seine wirtschaftlichen und sozialen Folgen gehen über alle Grenzen. Zum anderen müssen diese Netzwerke und Strukturen nachhaltiger und damit krisensicherer werden. Dazu zählt z.B. der Aufbau nachhaltiger Lieferketten, wie unsere Nachhaltigkeitbotschafter*innen es tun, deren Stabilität nicht selten von der persönlichen Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette abhängt.

Bei der Vorbereitung des Frankfurter Familienkongresses – bei dem wir das Familienbündnis unterstützen dürfen – wird uns außerdem deutlich, dass gute Netzwerke Menschen in Krisenzeiten auffangen können. Wir erleben, dass Frankfurt wunderbare Einrichtungen hat, die gemeinsam daran arbeiten, die Coronakrise für Familien erträglicher zu machen.

Dabei zeigt sich: Sehr viele Leute werkeln sehr vielfältig am Thema Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit umfasst eben verschiedenste Aspekte: ökologische, soziale und wirtschaftliche. Vielleicht bin ich nicht die Einzige, die mitunter den Überblick über all diese tollen Projekte verliert und sich in den zahlreichen Links und Leitfäden zu verheddern befürchtet? Mein Fazit: Das ist gut so! Je dichter wir diese Netzwerke der Nachhaltigkeit weben, desto tragfähiger werden sie.

Eure Gesina

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