Weltweit ist guter Ackerboden rar – die Fläche nimmt ab, während die Weltbevölkerung wächst. Die Kommission Bodenschutz beim Bundesumweltamt hat bereits 2009 empfohlen „dass bundesweit alle besonders fruchtbaren Acker- und Grünlandböden grundsätzlich unter Schutz gestellt und nicht mehr angetastet werden sollen“. Kann Deutschland von anderen Ländern fordern, auf die Abholzung des Regenwaldes zum Klimaschutz zu verzichten, wenn wir im eigenen Land beste klimaregulierende Böden z.B. für Logistikzentren, die derzeit überall wie Pilze aus dem Boden schießen, dauerhaft versiegeln?

Ein besonders eklatantes Beispiel gibt es aktuell in der Wetterau. Auf Ackerböden, die zu den besten in ganz Europa gehören, soll auf 300.000m2 eines der größten Logistikzentren Deutschlands entstehen. Der fruchtbare Löss-Ackerboden mit seiner enormen Fähigkeit zur Wasserspeicherung wird dadurch der regionalen Erzeugung von Lebensmitteln entzogen und unwiederbringlich zerstört. Der Erbauer, der REWE Konzern wirbt in seinen Märkten mit Regionalität und Nachhaltigkeit, er handelt aber bundesweit durch Vernichtung guter Ackerflächen.

Seit fast drei Jahren kämpft BIONALES e.V. (der Verein der unseren Ernährungsrat Frankfurt trägt) im „Bündnis für Bodenschutz Wetterau“ gegen dieses Logistikzentrum. Gemeinsam mit dem BUND, dem Bauernverband Wetterau/Frankfurt, den Kirchen und vielen anderen führt das Bündnis bereits eine Klage hierzu. Die Erfolgschancen stehen nicht gut, gleichzeitig werden in der Wetterau und anderswo (immer an den gut ausgebauten Autobahnen und Bundesstrassen) weitere riesige Ackerflächen für Logistikansiedlngen und andere Gewerbegebiete verbraucht – für allemal vernichtet!

Aus diesem Grund hat das Bündnis kürzlich eine Online-Petition gestartet, die sich mit dem konkreten Anliegen an die Unternehmensleitung von Rewe und mit dem grundsätzlichen Thema an den Bundestag richtet. Mehr

Dazu ein Videoclip:

 

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