Kinder wollen spielen, und die »Jugend von heute« ist vor allem am eigenen Vergnügen interessiert? Ist das so? Wenn wir über die Zukunft reden, sprechen wir meist über das Leben anderer – nämlich das junger Menschen, Kinder und Jugendlicher. Dass sie in ihrer Lebenszeit vor enormen Herausforderungen stehen werden, scheinen sie manchmal besser verstanden zu haben als »die Alten«. Das Journalismus-Portal Perspective Daily stellt sieben junge Menschen vor, die aus unterschiedlichen Zusammenhängen und Gründen zu „Symbolen“ für aktive Zukunftsgestaltung wurden. Das möchten wir Euch nicht vorenthalten.

Heute: Malala Yousafzai. Bildung für alle

Wer heute durch die Straßen von Oxford geht, könnte auf die jüngste Friedensnobelpreisträgerin der Welt treffen. Sie studiert dort »Philosophy, Politics and Economics« – keine Selbstverständlichkeit für ein Mädchen aus Pakistan. Malalas Yousafzais Kampf für Bildung begann 2009 im Swat-Tal, einer Region Pakistans, die damals unter der Kontrolle der Taliban stand. Die fundamentalistische Terrororganisation zerstörte auch die Schulen des Landes, um vor allem Mädchen am Lernen zu hindern. Im Alter von 11 Jahren begann Malala unter einem Pseudonym heimlich einen Blog zu schreiben. Sie prangerte die Gewalt in ihrer Heimat an – erst nur in Pakistan, dann in englischer Übersetzung in der ganzen Welt.“ Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern“.

Nach knapp 3 Jahren des heimlichen Widerstandes flog ihr Pseudonym auf, als sie für den Internationalen Kinder-Friedenspreis nominiert wurde. Die Taliban reagierten mit einem Attentat. Sie lauerten Malala auf dem Schulweg auf und schossen sie aus nächster Nähe nieder. Das Bekennerschreiben nennt explizit Malalas »Engagement für die Bildung von Mädchen« als Grund. Doch sie überlebte und floh mit ihrer Familie nach England, wo sie 2013 im Alter von 17 Jahren den Friedensnobelpreis erhielt.

Sie reist um die Welt, um ihre Botschaft zu verbreiten: Bildung kann die Welt retten! „Wenn ein Mädchen die Welt verändern kann, was können dann 130 Millionen Mädchen? – Motto des Malala Funds“ Denn wie ihre eigene Geschichte zeigt, macht Bildung Fundamentalisten und Terroristen Angst. Noch immer haben geschätzt 130 Millionen Mädchen keinen Zugang zum Schulsystem. Als Friedensbotschafterin der UN und mit ihrer Organisation Malala Fund gibt Malala diesen Mädchen eine Stimme und ein Gesicht.

 

 

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