Plastikstrudel im Ozean: Unser (fast) aller Plastikkonsum ist ein sensibles aber gleichzeitig auch komplexes Thema. Plastik ist aus unserem heutigen Alltagsleben nicht mehr weg zu denken. Stellt Euch Verpackungen vor (nicht: Einwegverpackungen!) wie Frischhaltedosen oder Rechnergehäuse, Alltagsgegenstände wie Kämme, Musikträger, Instrumente. Alles Dinge, die nicht rosten, die formbeständig sind z.B. bei Feuchtigkeit, die sehr langlebig sind undsoweiter. Weitere Beispiele kann sich jede*r ausdenken.

Auf der anderen Seite stehen Mikroplastik in Kosmetika und Nahrung mit nachweislich schädlicher Wirkung, extrem haltbare Plastikabfälle in unserer Umwelt (siehe oben) und als Krönung des Ganzen Plastikstrudel in den Ozeanen. Die sind bisher bloß deswegen noch nicht zum Gegenstand koordinierten staatlichen Handelns geworden, weil sie weit weg sind und ihre Größe und Gefahr unser Vorstellungsvermögen tatsächlich zu übersteigen scheint. So hat zum Beispiel der größte Müllstrudel zwischen Hawaii und Kalifornien eine Fläche von rund 1,6 Millionen Quadratkilometern. Das ist mehr als vier Mal die Fläche Deutschlands (Quelle Zeit online). Fast ebenso groß sind Strudel im Indischen Ozean und im Nordatlantik.

Eine Wunderlösung wird es nicht geben. Aber natürlich können wir Menschen dieser Entwicklung entgegen wirken. Was jede*r Einzelne tun kann: weniger Plastik verbrauchen und sofern möglich Naturmaterialien einsetzen. Das ist heutzutage in mehr Bereichen problemlos möglich, als viele von uns denken – gerade im Bereich Kosmetik oder auch Sportbekleidung. Was nur als gesellschaftlich koordiniertes Handeln Sinn macht: die aktuellen Müllmassen zu Lande und zu Wasser wieder einsammeln und nicht zuletzt plastikähnliches Material aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen. Mehr bei Perspective Daily

 

Titelfoto: Utopia / The Plastic Oceans Foundation/NOAA

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