Fairen Handel und Faires Handeln regional stärken.

Am Freitag, den 18. November 2016 fand in Kelsterbach das erste Kick-off Treffen der Initiative „Metropolregion RHEIN.MAIN.FAIR“ statt, zu dem rund 80 TeilnehmerInnen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zusammenkamen, um sich darüber auszutauschen, wie der Faire Handel und auch das Faire Handeln in der Region gemeinsam gestärkt werden kann.

Die Rhein-Main-Region gehört zu den am stärksten internationalisierten Gebieten in Europa. Sie ist geprägt durch Flughäfen und Verkehrsknotenpunkte, zahlreiche internationale Messen in Frankfurt und Mainz, Produktionsstandorte und global vernetzte Dienstleistungszentren – und natürlich den Finanzstandort Frankfurt. Sie ist auch geprägt durch extreme Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt, auf dem Wohnungsmarkt, in Zugangschancen zu Bildung, Mobilität und Partizipation. Leben in Rhein-Main bedeutet außerdem, eine sehr hohe Präsenz von Menschen aus allen Regionen dieses Erdballs und damit ein unglaublicher Schatz an Wissen, Erfahrungen, Sprachen und Kompetenzen, von denen alle, die hier leben, direkt oder indirekt jeden Tag profitieren.

Die gerade entstehende faire Metropole RHEIN.MAIN.FAIR orientiert sich an den europäischen regionalen Zuordnungen und reicht damit weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus: im Norden bis nach Fulda und in den Vogelsberg, im Osten bis ins bayrischer Aschaffenburg, im Westen bis nach Limburg und im Südwesten bis zur Bergstraße und ins rheinland-pfälzische Alzey. Das verbindende Element der sehr diversen Metropolregion ist der Faire Handel: Aktuell leben bereits 51% der insgesamt 5,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main in zertifizierten Fairtrade-Städten oder -Kreisen.

Auf dem Weg zu einem neuen regionalen Selbstverständnis bietet die einzige bereits zertifizierte „Faire Metropole Ruhr“ ein attraktives Vorbild für RHEIN.MAIN.FAIR. Die Entstehungsgeschichte des „fairen Potts“ illustrierte Jürgen Sokoll vom Eine Welt-Landesnetzwerk NRW anschaulich, der damit dann in ein moderiertes Gespräch mit allen TeilnehmerInnen der Veranstaltung überleitete. Diskutiert wurden hier u.a. Fragen nach dem Mehrwert, den die Auszeichnung zur Fairen Metropolregion besitzen könne aber auch um Erwartungen und Möglichkeiten der Mitgestaltung der Metropolregion RHEIN.MAIN.FAIR. Am Nachmittag boten dann zwei Workshops zu den Themen „Globale Ziele lokal umsetzen: Die Agenda 2030 und die SDGs vor Ort“ und zu „Faire Beschaffung und nachhaltiges Einkaufen in Kommunen“ für Austausch und die Entwicklung erster konkreter Ideen.

SAFE THE DATE: Bereits jetzt im Kalender freihalten könnt Ihr auch den Termin für das zweite Vernetzungstreffen der hessichen Fairtrade-Towns, das am 24. April in Bad Homburg stattfindet und Gelegenheit zur weiteren Diskussion und Vernetzung bietet. Nähere Informationen folgen.

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