oder: Sind Frösche klüger als Menschen?

Kennt Ihr die Geschichte vom Frosch im Kochtopf? Die Kurzversion: wirft man ihn in heißes Wasser, springt er (logisch) sofort wieder raus. Setzt man ihn in kaltes Wasser und erhitzt dann den Topf, bleibt er drin bis zum bitteren Ende. Die Fabel wird gern – auch im Nachhaltigkeitsbereich – benutzt, um die Schicksalsergebenheit auch von Menschen im Fall von schleichenden Veränderungen – beispielsweise dem Klimawandel – zu illustrieren. Der Clou: zumindest bezüglich der Veränderungsresistenz von Fröschen ist sie falsch.

Aussage des Zoologen Victor Hutchison (University of Zoologie of Oklahoma): „The legend is entirely incorrect!“. Soll heißen, auch bei langsamer Veränderung zu seinem Nachteil macht sich der Frosch auf die Sprünge. Die Untersuchung, wie Victor Hutchinson das ermittelt hat, lassen wir im Dunkel. Auffällig ist, dass die Mehrheit der Menschen gerade bezüglich nicht sofort und persönlich spürbarer Veränderungen – Umweltverschmutzung, Klimawandel – deutlich träger reagiert.

Wusstet Ihr, dass 87% unserer Wirtschaft aus kleinen und Kleinstbetrieben besteht?

Bei wem kauft Ihr auf dem Markt ein/ wer hat Euren Fernseher repariert/ den Gasherd angeschlossen/ die Waschmaschine repariert und so weiter …? Nach Auffassung von Lust auf besser leben gGmbH können unsere kleinen oder mittleren Unternehmen, sozialen Organisationen und Vereine eher Frösche nachhaltiger Alltagsveränderung sein. Sie sind das Gesicht zu Kunden und Verbrauchern, wodurch sie Nachhaltigkeit greifbar kommunizieren können. Doch oft fehlen Zeit und Geld, um sich weitergehend mit dem Thema im eigenen Betrieb zu befassen. Deshalb hat die Lust auf besser leben gGmbH den N.Check (Nachhaltigkeitscheck) entwickelt. Ein Instrument für genau diese Zielgruppe. Das Online Tool für nachhaltige Entwicklung bietet:

  • einen unkomplizierten Einstieg und eine Bestandsaufnahme in puncto Nachhaltigkeit in der eigenen Organisation
  • praxisnahe Tipps und alltagstaugliche Inspirationen zur direkten Umsetzung
  • die Möglichkeit der Evaluation des eigenen Betriebs
  • einen individuellen Steckbrief, um Kunden einen Einblick in den Betrieb zu geben und über Ihr Engagement zu informieren. So – nur als Beispiel – erfährt dann der Kunde, dass seine TCM-Praxis nur biologische Reinigungsmittel nutzt oder ein Konto bei einer Nachhaltigkeitsbank hat. Mehr

Und noch was: diese 87% können nur dann aus ihrer (riesengroßen) Nische heraus, wenn sie sich vernetzen. Kennen Händler*in eures Vertrauens unser Lust auf besser leben – Netzwerk. Wäre bei Gelegenheit eine Frage wert, oder?

 

Titelfoto: Crystal McClernon unsplash

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