Mit dem Thema »Luftqualität« steht eine der topaktuellen Nachhaltigkeitsherausforderungen der Sustainable Development Goals (SDG) im Fokus der diesjährigen DBU-Sommerakademie (Deutsche Bundesstiftung Umwelt). Die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2016 überführt die SDG in die nationale Umsetzung. Wunsch und Wirklichkeit oder besser – Zielvorgabe und Realität – klaffen allerdings noch weit auseinander. Luftverschmutzung stellt nach wie vor auch hierzulande eine der größten umweltbedingten Gesundheitsrisiken dar. Darüber hinaus beeinträchtigt sie Ökosysteme und wirkt sich auf den Klimawandel aus.

Die Urbanisierung verschärft das Problem. Nach Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA) aus dem Vorjahr war die Luft in deutschen Städten zu stark mit Stickstoffdioxid belastet. An gut 57 % der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m³) im Jahresmittel überschritten. Beim Feinstaub hingegen waren deutliche Fortschritte festzustellen: 2016 verzeichnete die niedrigsten Belastungen seit 2000.

Auch die Ozonkonzentrationen gingen im Vergleich zu den letzten 20 Jahren zurück. Dennoch: Für beide Schadstoffe Ozon und Feinstaub wurden die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Werte weiter deutlich überschritten; diese sind wesentlich strenger als die geltenden EU-Grenzwerte. Mehr, auch zur Sommerakademie

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