Neulich bei der Lust auf besser Leben gGmbH …

Liebe Leser*innen,

vor rund drei Monaten haben auch wir uns gefragt, inwiefern die Pandemie unser Geschäft tangiert: Werden wir die Krise gut überstehen? Werden wir emotional und finanziell ausgelaugt oder vielleicht sogar gestärkt daraus hervorgehen?

Mittlerweile ist klar, dass wir als gemeinnütziges Unternehmen ziemlich krisenfest aufgestellt sind. Es ist eine Mischung aus unseren primär langfristigen Kundenbeziehungen im „Wirtschaftsbetrieb“, einer schlank aufgestellten Organisation (weniger Verwaltungskosten!) und den krisenfesten Förderprojekten, die uns resilient macht. Kurz gesagt: Der Spagat zwischen freier Marktwirtschaft und NGO macht uns in diesen Zeiten stark, obwohl er im sonstigen Alltag nicht immer ganz leicht händelbar ist. Denn für Manche sind wir zu wenig NGO, für andere nicht klassische Agentur genug. Nun zeigt sich, unser Vertrauen in die Form eines gemeinnützigen Unternehmens hat nicht nur inhaltlich betrachtet Vorteile, sondern auch wirtschaftliche.

Für uns hat sich eine „nachhaltige Wirtschaftsweise“ ebenso ausgezahlt wie für viele andere, die beispielsweise nachhaltiges Lieferkettenmanagement betrieben und demnach keine oder weniger Ausfälle zu verzeichnen hatten.

Digitale Formate sind nun gefragt, mit langjährigen Partner*innen werden sie entwickelt

Natürlich sind auch bei uns Aufträge weggebrochen, einige beantragte Förderprojekte sind noch immer ungewissen Ausgangs. Verschoben, weil die öffentlichen Geldgeber keine fixen Zusagen machen können. Doch es haben sich auch neue Projekte aufgetan.

Sehr vertrauensvoll entwickeln wir aktuell digitale Formate gemeinsam mit Kund*innen und auch innerhalb der gemeinnützigen Projekte. So wird das diesjährige Personalforum Inklusion erstmals digital stattfinden, unser Botschafterklub (das Netzwerk nachhaltiger Kleinunternehmer) am 2. Juli findet auch als Onlinetreffen statt. Mit diesen Entwicklungen haben wir uns bereits vor Corona beschäftigt. Wir dachten, „wir sollten doch mal…“, „wir könnten ja auch digitaler…“ und „müssten wir nicht eigentlich mehr online…“ – doch all die Überlegungen wurden nicht weiter auskonzipiert. Es gab keine Notwendigkeit.

Das ist nun anders und wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Partner*innen diesen Weg gehen können, der für alle noch etwas unbekannt ist. Denn Alexandra zum Beispiel ist eine Moderationsqueen. Doch digital brauchte sie weitere Kniffe, die wir nun draufhaben. Ich hatte meine Meetings im Zentrenkümmerer-Projekt immer analog, nun zeigt sich, es geht auch anders und ist manchmal sogar besser so für die Gewerbetreibenden, die im Rahmen des Projektes mitmachen. Denn es spart ihnen Zeit.

Trotzdem bleibt natürlich zu sagen: wir freuen uns, dass wir nun viele liebgewonnene Menschen auch wieder persönlich sehen können, mit ausreichend Abstand versteht sich.

KLIMASPORT, Ratgeber Inklusion und plastikfrei 2.0

Mit Blick auf unsere Projektwand stelle ich fest: Wir sind „ready to rumble“ in puncto Bildungsmaterialien zum Umgang mit dem Klimawandel des vom BMU geförderten Projektes KLIMASPORT. Diese testen wir demnächst mit Sportvereinen – digital. Der Ratgeber Inklusion gedeiht, besonders freuen wir uns über die tatkräftige, ehrenamtliche Unterstützung von Judith und tollen Erfahrungsberichten zahlreicher Eltern, deren Vertrauen uns tief berührt, und wir müssen einfach mal sagen: Danke an Uschi von „Gemeinsam leben Frankfurt“. Spitzenfrau und -verein!

Bleibt nur noch zu sagen, dass wir im Spätsommer auch an der „plastikfrei“-Front weitermachen und die Taschenstationen skalieren und dass Ihr alle wissen solltet: das Pfandsystem #MainBecher ist gerade jetzt die beste Wahl, denn der eigene Becher wird aktuell von vielen Gastronom*innen aus Hygienegründen nicht mehr angenommen.

Ein schönes langes Wochenende Euch

Eure Marlene

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