Am 15.3.2018 haben BUND Frankfurt, Ernährungsrat Frankfurt, Frankfurter Imkerverein, Greenpeace Frankfurt und die NaturFreunde das Aktionsbündnis glyphosatfreies Frankfurt gegründet. Auszug aus dem Protokoll:

„Frankfurt ist offiziell bereits glyphosatfrei, wenn es um Parkanlagen, Gehwege, Spielplätze etc. geht. Allerdings gibt es doch Ausnahmen, z.B. das Grünflächenamt setzt Glyphosat ein. Wo und welche Menge ist unbekannt. Auch fehlen komplett die landwirtschaftlichen Flächen. Hier muss aus unserer Sicht in den Pachtverträgen darauf gedrungen werden, dass Glyphosat und möglichst andere Pestizide bei der Bodenbearbeitung zu vermeiden sind. Dies war sogar bis vor einigen Jahren der Fall, allerdings wurde trotzdem Glyphosat eingesetzt, die Kontrolle der Kommune hat nicht stattgefunden. Pachtverträge macht das Liegenschaftsamt. Golfplätze sind wohl glyphosatfrei und auch die Behauptung, dass die Kleingärtner große Mengen an Glyphosat einsetzen, stimmt wohl nicht.

Hauptargumente der Landwirte für den Einsatz von Glyphosat sind, laut Kreislandwirt Dr. Mehl:
– Erosionsschutz
– bodenschonende Bearbeitung möglich (mulchen)
– Diesel-Einsparung, also Klimaschutz
– spart Kosten, da Glyphosat mit 15,- € / ha günstig
– Glyphosat zersetzt sich selbt nach wenigen Tagen
– keine Beeinträchtigung auf die Flora und Fauna

Es gibt laut BUND-Studie ca 200 Kommunen, die sich als glyphosatfrei bezeichnen. Wir wissen allerdings nicht, in welchem Umfang das vollzogen ist. Wiesbaden hat gerade beschlossen, das Gift zu verbannen. Dass ein Verbot von Glyphosat in den nächsten Jahren kommen wird, scheint offensichtlich. Es geht uns darum, sich jetzt schon / pro-aktiv, den anderen Kommunen anzuschliessen. Agieren statt nur reagieren…

Unser Bündnis, Aktionsbündnis glyphosatfreies Frankfurt (AgF), wurde gegründet! Jetzt geht es darum, möglichst viele Unterstützer zu gewinnen und die Bevölkerung auf dem Laufenden zu halten. Im Vorfeld haben wir viele Organisation / Vereine / NGOs / Unternehmen eingeladen, einige haben uns bereits ihre Unterstützung zugesagt. Wir würden uns freuen, weitere Zusagen jetzt im Anschluss zu erhalten!“

Kontakt zum Bündnis über Claudia Lenius: E-Mail: claudialenius50@gmail.com

 

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