Sushi – ein traditionelles japanisches Gericht: Der Inhaber Rinku des Sushi-Restaurants mit Lieferservice „Sushi Sensei“ erzählt uns mehr über die Spannungsfelder seines Alltags…

Die Herkunft von Sushi liegt in Japan und besteht traditionell aus – für uns – exotischen Lebensmitteln, wie Meeresfrüchte, Avocados und Nori. Mich interessiert, ob denn wirklich auch alle Zutaten für die Sushis aus Japan und Umgebung kommen oder ob es auch Zutaten aus der Region geben kann. Denn auf Sushi möchte ich eigentlich ungerne verzichten. Deshalb spreche ich mit Rinku, dem Inhaber von Sushi Sensei in Frankfurt. Sushi Sensei in Frankfurt hat einen netten Laden im Dornbusch mit einer kleinen Sitzecke, perfekt zum Lunchen in der Mittagspause. Aber außerdem bietet Sushi Sensei auch das Liefern des leckeren Gerichts aus Japan an. Ich bin gespannt, was Rinku mir erzählt.

Das Team von Sushi Sensei legt viel Wert auf die nachhaltige Mehrweg-Verpackung

Lange Wege vom Rohstoff in die Frankfurter Küche,  kurze Wege zum Kunden nach Hause

Zu Beginn des Gespräches stellt sich heraus, dass für Rinku besonders die Wege der Produkte in die Küche seiner Restaurants, aber auch die Wege von seiner Küche zu den Kunden nach Hause interessant sind. Eins ist klar: Verhältnismäßig sind die Wege zu den Kunden zwar sehr kurz. Doch sie sind trotzdem wichtig.

Generell bei Lebensmitteln, so erzählt mir Rinku, haben kurze Wege wegen der Verderblichkeit eine große Bedeutung. Gerade bei Sushi-Spezialitäten und in Sommermonaten ist die Verderblichkeit ein wichtiges Thema. Deshalb, führt Rinku fort, entsteht für den Kunden ein qualitativer Nachteil, je länger der Lieferweg ist. So liegt es also in der Natur der Sache, dass die Lieferwege so kurz – wie es eben aufgrund der natürlichen Verteilung der Ressourcen möglich ist – zu gestalten.

Doch woher kommen die Zutaten von Sushi?

Ich will es genauer wissen und hake nach. Erst mal soll es um die Wege der Zutaten zum Restaurant gehen:

Weite Wege für Sushi

Rinku berichtet mir zunächst von Produkten, die naturgegeben keine kurzen Wege haben. Beispielsweise der Reis, dieser ist elementar für Sushi. Ohne Reis geht es wirklich nicht. Allerdings erzählt mit Rinku stolz, dass sie hier extra den teureren Reis aus Italien beziehen und nicht aus China oder Indien. Eine andere Geschichte ist es mit den Avocados. Diese sind traditioneller Bestandteil von Sushi. Sie wachsen nur in Gebieten, die warmes Klima aufweisen. Rinku sagt mir, dass er gerne auf diese Frucht verzichten würde. Doch Avocado ist fester Bestandteil eines Sushi-Essens der Sushi-Liebhaber. Und im weiten Sinne hätten nun mal die Kunden die Entscheidungsmacht, welche Produkte angeboten werden. Somit würden in dem Falle der Avocados kurze Wege in einem Spannungsfeld mit dem Willen der Konsumenten stehen. Der Inhaber von Sushi Sensei ist also in gewissermaßen gezwungen, bestimmte Produkte, auch mit langen Lieferwegen anzubieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ich denke darüber nach und überlege mir, meine Nachfrage nach Avocados in Zukunft zu reduzieren. Denn es gibt doch auch andere Zutaten, die meine Maki mit Inhalt füllen können oder?

Regionale Zutaten für Sushi

Es gibt eine Reihe an Zutaten für Sushi, die auch aus unserer Region kommen können. Stolz erzählt mir Rinku, dass Sushi Sensei gerade die vegetarischen Lebensmittel wie Gurke, Paprika und Eier bewusst aus der Region bezieht. Da können viele Wege gespart werden. Rinku erzählt mir, dass es die Kunden schon interessiert, welche Wege die Produkte schon hinter sich haben. Allerdings würden dafür höhere Kosten nicht gerne in Kauf genommen.

Lunchboxen gegen Pfand

Im Laufe unseres Gespräches berichtet mir Rinku noch von einem Pfandsystem für die Boxen, in denen Sushi nach Hause geliefert werden kann. Ich bin neugierig und lasse mir das System genauer erklären, probiere es aus…

Eigentlich ganz einfach: Sobald ich auf der Internetseite von Sushi Sensei bin und mir mein Essen zusammenstelle, kann ich auswählen, wie mir das Essen geliefert werden soll. In der einfachen, konventionellen Plastik-Box, wie man sie von anderen Lieferservices kennt oder in einer Mehrwegverpackungs-Box. Ich entscheide mich für das Pfandsystem. Der Fahrer kommt und bringt mir mein wohlverdientes Essen in der Box. Ich zahle 15 EUR Pfand und nun bin ich im Kreislauf des Pfandsystems. Nach dem Verzehr kann ich die Box ganz einfach in die Spülmaschine tun und bei der nächsten Bestellung wird dann die Box ausgetauscht. Wenn ich die Box nicht mehr benötige, kann ich sie auch im Shop wieder abgeben und bekomme meine 15 EUR natürlich zurück. Das klingt gut und spart natürlich viel Verpackungsmüll!

 

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