Artikel aus der Berliner Zeitung: Berlin könnte überwiegend mit regionalen Lebensmitteln versorgt werden.

Seit einigen Jahren achten Lebensmittelhändler und Verbraucher stärker auf regionale Produkte. Frisch geerntet, kurz transportiert, noch dazu weiß man, wo es herkommt – das Konzept leuchtet ein. Eine Revolution hat der Trend aber nicht gerade bewirkt. „Schätzungsweise 10 bis 20 Prozent der Lebensmittel hierzulande sind regional“, sagt Ingo Zasada vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf) in Müncheberg. Er wollte wissen, wie groß das Selbstversorgungspotenzial von Großstädten ist. Zusammen mit Kollegen aus Großbritannien, Italien und den Niederlanden hat er untersucht, ob sich vier Metropolen dieser Länder selbst versorgen könnten. Ausgewählt wurden London, Mailand, Rotterdam und Berlin.

Die Studie zeigt: Von den vier Kandidaten hat Berlin das größte Potenzial. Es könnte nahezu vollständig aus dem nahen Umland versorgt werden. Auch komplette Umstellung auf biologische Landwirtschaft wäre machbar. Wie die Forscher im Fachblatt City, Culture and Society berichten, hat Berlin durch sein dünn besiedeltes und agrarisch geprägtes Umland besonders gute Voraussetzungen. „Das einzige Manko sind die mageren und damit nicht sonderlich ertragreichen Böden Brandenburgs“, sagt der Agrarwissenschaftler und Stadtplaner Zasada.“ Mehr

Bezüglich der Bodenqualität des Umlands sind wir hier in Frankfurt klar im Vorteil (Wetterau). Und so ist das Konzept lokaler und regionaler Versorgung auch Teil der Aktivitäten des Frankfurter Ernährungsrats.

 

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