Mit dem weltweit schärfsten Gesetz gegen Plastiktüten will Kenia die Verbreitung des umweltschädlichen Materials stoppen, berichtet Reuters. Nach einem 28. August in Kraft getretenen Gesetz drohen Herstellern, Verkäufern und sogar Benutzern von Plastiktüten Haftstrafen von bis zu vier Jahren oder Geldbußen von 40.000 Dollar. Umweltministerin Judy Wakhungu schränkte aber im Gespräch mit Reuters ein, zunächst solle es Produzenten und Verteilern von Plastiktüten an den Kragen gehen. „Normalen Leuten“, die Plastiktüten benutzten, würde nichts geschehen, sagte sie. Dem Gesetz zufolge kann die Polizei aber gegen jeden vorgehen, der eine Plastiktüte mit sich trägt.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) schätzt, dass Supermärkte in Kenia bislang jedes Jahr hundert Millionen Plastiktüten ausgeben. Unep-Chef Erik Solheim begrüßte die neue Gesetzgebung als „riesigen und wichtigen Schritt“ nach vorn.

Das Verbot der Plastiktaschen war im Februar angekündigt worden. Den Geschäftsinhabern und Kunden wurde eine sechsmonatige Frist zur Gewöhnung an die neue Regelung eingeräumt. Die kenianische Umweltbehörde Nema startete eine Anzeigenkampagne in der Presse. In dem ostafrikanischen Land waren weggeworfene Plastiktüten bislang fester Bestandteil des Straßen- und Landschaftsbilds. Sie sammelten sich am Straßenrand und hingen in Bäumen und Büschen. Die Tüten blockierten Abflüsse und wurden von Tieren wie Kühen und Ziegen verschlungen. Mehr und ein Bericht der BBC

 

Bericht: Deutsche Wirtschaftsnachrichten und BBC

Foto: Travelbook

Hinterlassen Sie eine Antwort