Eine Reise mit World Vision nach Südäthiopien in die Region Humbo. Etwa sechs Stunden dauert die Fahrt von Addis Abeba aus. Vor vielen hundert Jahren war Äthiopien ein grünes Land, heute sind viele Regionen völlig vertrocknet. Oft zu sehen sind tiefe Gräben von drei und mehr Metern Tiefe, die der Regen und die Fluten in die Erde gefressen haben. Auf grauen, von der Sonne ausgedörrten Äckern stehen einzelne Bäume. Rinder und Ziegenherden drängen sich im Schatten. Die Hitze lässt die Luft über dem Boden flimmern.

Dabei ist Tony Rinaudo, Experte für Wiederaufforstung und Landwirtschaft bei World Vision. Seit mehr als 30 Jahren kämpft er unermüdlich, um seine preiswerte und erfolgreiche Methode der Wiederaufforstung in Afrika bekannt zu machen. Tony entwickelte die regenerative Wiederaufforstungsmethode FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration), die auf vorhandenem und intaktem Wurzelwerk basiert. Er versuchte, die Bauern in Niger zu überzeugen, ein kleines Gebiet Ackerboden abzusperren und zu schützen. Doch keiner wollte ihm glauben, dass eine so einfache und preiswerte Methode Erfolg haben könnte. Die Bauern nannten ihn den verrückten weißen Bauern, der immer nur Unsinn erzählt. Nur weil Tony ein gutes Verhältnis zu der Dorfbevölkerung hatte, vertrauten sie ihm und versprachen, ihn bei seinem Experiment zu unterstützen.

Der Erfolg begeisterte alle. Schon nach einem Jahr zeigten sich Erfolge. Aus den Wurzeln waren wieder kleine Bäume und Sträucher gewachsen. Bis heute konnte mit Hilfe der Methode in Niger ein Gebiet von mehr als fünf Millionen Hektar regeneriert werden. Wüsten wurden wieder grün, und die Bauern, die die FMNR-Methode auf ihren Äckern anwandten, konnten manchmal doppelt bis dreifach so hohe Ernteerträge einfahren als vorher. Die Geschichte erzählt keinen Wunschtraum. Sie ist Wirklichkeit. Im Juni diesen Jahres berichtete die Frankfurter Rundschau. Der World Vision-Bericht im Detail

 

         

Bilder und Text: World Vision

 

 

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