Seit einem Jahr hat die gemeinnützige Initiative cup2gether mit viel persönlichem Engagement und ehrenamtlicher Beteiligung vieler Bürger und Cafés in mehreren Stadtteilen ein Pilotsystem aufgebaut und getestet, um in Frankfurt den Einwegmüll zu reduzieren. Nun wird die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) das System ausrollen und auf die Anforderungen eines stadtweiten Modells übertragen. Frankfurt bekommt ein stadtweites Mehrwegbecher-Pfandsystem.

Das Entsorgungsunternehmen kommt damit zugleich dem Auftrag der Stadt Frankfurt nach, zusätzlich zum erhöhten Reinigungseinsatz im Rahmen der Kampagne #cleanffm auch den Einsatz für die Müllvermeidung in Frankfurt weiter zu erhöhen. Der beim To-Go-Konsum entstehende Abfall, an dem Einweg-Becher erheblichen Anteil haben, produziert für die Stadtgesellschaft erhebliche und steigende Kosten.

Die Aufsichtsratsvorsitzende der FES, Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt am Main begrüßt sehr, dass die FES die Aufgabe eines stadtweiten Pfandsystem angeht. „Der Weg zu einem sauberen und möglichst plastikarmen Frankfurt kann nicht nur durch die Stadt alleine beschritten werden. Wir brauchen dazu die Unterstützung vieler Menschen, und die Einführung eines stadtweiten Pfandsystem ist etwas, das bereits von vielen Menschen gewünscht und sicherlich breit akzeptiert wird“, ist sich Heilig sicher.

„Mit der Etablierung von Mehrweg-Pfandsystemen beschreiten wir bei FES ein Stück weit Neuland“, sagt Geschäftsführer Benjamin Scheffler. „Große Expertise haben wir aber bei der Aufklärung für Müllvermeidung sowie bei Logistikprozessen. Wir werden den Becher für die Stadt zu einer Erfolgsgeschichte machen.“ FES engagiert sich im Rahmen seines von der Stadt Frankfurt erteilten Entsorgungsauftrags schon auf vielfältige Weise für Umweltschutz, nachhaltigen Ressourcenumgang und Müllvermeidung.

Hinter der Initiative #cup2gether stehen die gemeinnützige GmbH Lust auf besser Leben und die Kommunikationsagentur VON WEGEN. Beide werden FES bei der Ausweitung künftig beratend zur Seite stehen und ihr umfangreiches Detailwissen in das Projekt einbringen. Einigkeit besteht darin, ehrenamtlichem Engagement auch in Zukunft breiten Raum zu geben.

Claudia Schäfer, Inhaberin der Agentur VON WEGEN: „Wir freuen uns sehr, dass unser Modell von cup2gether mit Hilfe von FES auf breitere Basis gestellt wird. Wir wollten in Frankfurt nachhaltig etwas bewegen und verbessern und haben jetzt ein gutes Stück geschafft. Auf das neue Kapitel der Zusammenarbeit mit FES freuen wir uns.“

Die beiden Geschäftsführerinnen von Lust auf besser leben, Marlene Haas und Dr. Alexandra von Winning, ergänzen: „Das nun geplante stadtweite Pfandsystem verdankt Frankfurt vor allem dem Einsatz der großen cup2gether-Community. All den ehrenamtlichen Becherbotschaftern und -botschafterinnen, Vereinen, Unternehmen und den vielen Cafés, die von Anfang an diese Herausforderung mit uns gewagt haben. Ohne all das Engagement gäbe es nun kein Pfandsystem.“

Schlagworte: , , , , , , ,